Lieder des Monats Oktober: freiTöne 107

 

 

Eines Tages

1. Wie durch dichte Nebelschwaden stolper ich das Leben lang, hangle mich an dünnen Faden , taste mich halb blind voran. Sehe keinen Weg vor mir, bleibe stehn, muss weitergehn und finde nicht von hier. Aber eines Tages lichtet sich der Nebel, eines Tages wird die Welt ganz hell und klar, und dann werden wir uns selber so erkennen, wie in deinen Augen alles immer war.

 

2. Wie aus einem blinden Spiegel schaut mich jemand fragend an, Flecken, Falten Narbenhügel, nichts, was ich erkennen kann. Jemand Fremdes steht vor mir, den ich seh und nicht versteh, in dem ich mich verlier. Aber eines Tages klärt sich auch der Spiegel, eines Tages wird die Welt ganz hell und klar, und dann werden wir uns selber so erkennen, wie in deinen Augen alles immer war.

 

3. Wie durch ein verhangnes Fenster gucke ich in diese Welt, dunkle Schemen, Schreckgespenster, deren Schatten auf mich fällt. Und ich trau mich kaum noch raus, schließ mich ein und bleib alleinin meinem kleinen Haus. Aber eines Tages öffnet sich das Fenster, eines Tages wird die Welt ganz hell und klar, und dann werden wir uns selber so erkennen, wie in deinen Augen alles immer war.

 

Text: Holger Pyka 2015, Melodie: Samuel Jerska 2015